(2017-03-07) Der Patriot - "Musik zwischen Himmel und Erde "

2017 03 17 Der Patriot Musik zwischen Himmel und Erde klein

Für ein volles Kirchenhaus sorgte das Konzert des Gospelchors Masithi in der Christophoruskirche in Lipperbruch. Der Titel lautete: „Schöne Töne - Musik zwischen Himmel und Erde“. Nicht zum ersten Mal hatten die Sängerinnen und Sänger zu ihrer Aufführung einen befreundeten Chor eingeladen. Das zwölfköpfige Vokalensemble R(h)einklang aus Köln bot gemeinsam mit den Lippstädtern ein abwechslungsreiches Programm. Schnell übertrug sich die fröhliche Stimmung der Sänger auf das Publikum. Beim vom Gospelchor leidenschaftlich vorgetragenen „Halleluja“ fassten sich alle an den Händen. „Sing mit uns“ lautete ein weiterer Titel, bei dem Chorleiter Heinz Jürgen Goertz diesen Appell direkt an die Besucher richtete. „Sing mit uns, wenn du allein bist, sing mit uns im Chor, allen was vor“ - auch so kann man Werbung für das gemeinsame Singen machen. In eine ganz andere musikalische Richtung ging der Beitrag der Sängerinnen und Sänger aus Köln. Sie begeisterten mit Titeln wie „Falls of Gold“, „Gabriella’s Song“ und „Skyfall“. Chorleiter Martin Kovermann führte seinen Chor, der - teils mehrstimmig - nicht nur einmal für Gänsehaut sorgte, sensibel durch das Programm. - Foto: Wissing

(2016-12-07) Der Patriot - "Sätze voller Poesie"

2016 12 07 08 14 52 Der Patriot Sätze voller PoesieLIPPSTADT - „Wir müssen uns im Sommer begegnet sein, im Sommer, der Aja umgab, als gehöre er ihr, als gehörten sein Licht, sein Staub, seine langen hellen Abende ihr, und durch den sie sich ohne Jacke und Schuhe, mit einem gelben Hut, den sie im Schrank ihrer Mutter gefunden hatte, bewegte wie durch ein großes, lichtes Haus, dessen Zimmer ohne Türen ineinander liefen.“

Es sind Sätze wie dieser, mit denen Zsuzsa Bánk die Leser ihres Buches „Die hellen Tage“ bezaubert. Die Schauspielerin Jeanette Hain liest diese Sätze, die eine feine Beobachtungsgabe verraten und voller Poesie aneinandergewebt sind, in der Lippstädter Jakobikirche. Veranstalter dieser Benefizveranstaltung ist der Bunte Kreis OWL Sonnenblume, unterstützt vom Evangelischen Krankenhaus. Den musikalischen Rahmen bietet der Gospelchor Masithi unter der Leitung von Heinz-Jürgen Görtz.


Mit ansteckendem Enthusiasmus intonieren die Sängerinnen und Sänger unter anderem den Bluegrass-Gospelsong „Welcome home“ und mehrstimmig und sehr ausdrucksstark das südafrikanische Chorstück „Freedom is coming“. Auch das afrikanische Friedenslied „Ukuthula“ wird als kraftvolles Chorarrangement vorgetragen.Musikbeiträge und Lesung wechseln einander ab.

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(22.02.2015) Der Patriot: "Mit Tempo zum Stimmungsmacher"

Mit Tempo zum Stimmungsmacher

Lipperbruch - Mit Fingerschnipsen und zu Trommelklängen schieben sich die Sänger des Gospelchors Masithi in kleinen Schritten vom hinteren Ende der 2015 02 22 Der Patriot Mit Tempo zum StimmungsmacherChristophoruskirche zum Altarraum vor. „Masithi“ ertönt es beschwingt aus ihren Kehlen. Der afrikanische Gospel ist so etwas wie ihre Erkennungsmelodie geworden, mit der sie das Konzert einläuten.

 

 

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(27.05.2015) Der Patriot zum 40jährigen Kirchenjubiläum Lukaskirche Hörste

In Hörste gab es am Pfingstsamstag doppelten Grund zum Feiern: Zum einen das 40-jährige Bestehen der Lukaskirche und zum anderen die 15-jährige Unterstützung 2015 05 27 Lukaskirche Hörste ihres Fördervereins.

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(10.06.2014) Der Patriot: "Verblüffende Klangwirkung"

2014-06-11-Der Patriot-Verblueffende Klangwirkung kleinLippstadt  -  „Venezia“ lautete der Titel eines außergewöhnlichen Konzerts in der Lippstädter Marienkirche im Rahmen der zum sechsten Mal von der Evangelischen Landeskirche veranstalteten „Nacht der offenen Kirchen“. Entsprechend neugierig waren dann auch viele Musikliebhaber auf das Ergebnis eines in seinen Dimensionen schon gewaltigen Chorprojekts von Kantor Roger Bretthauer: Die Marienkirche war voll besetzt.

Inspirieren ließ sich der Kantor von der vor rund 450 Jahren im venezianischen Markusdom entwickelten Mehrchörigkeit, bei der die Ensembles auf die verschiedenen Nischen und Emporen verteilt wurden. Auch die Marienkirche müsste sich akustisch hierfür eignen, dachte sich Roger Bretthauer, und konnte prompt alle Chöre der Kirchengemeinde für sein ehrgeiziges Projekt begeistern.

Neben dem Kleinen und dem Großen Chor der Kantorei holte er auch den Chor Exodus sowie den Gospelchor Masithi mit ins Boot, instrumental unterstützt von Hildegard Goertz und Gudrun Steinbrück-Blessau (Blockflöten), Barbara Bartsch und Walter Niebur (Trompeten), Carsten Bartsch, Daniel Blessau und Carsten Hess (Posaunen). Den Basso Continuo-Part verwalteten Heinrich Rühe (Cello) und Maximilian Berglar (Truhenorgel).

Mitten im Kirchenschiff hatte sich im Mittelgang mit Guido Schlegel (Piano), Annika Bartsch (E-Bass) und Lukas Schwegmann (Drumset) eine kleine Rhythmus-Combo platziert. Drum herum verteilten sich die vier Chöre im gesamten Kirchenraum: Eine geballte Sangeskraft von rund 120 hochmotivierten Sängerinnen und Sängern beschallte die ehrwürdige Marienkirche und produzierte ein akustisch völlig neues Raumerlebnis.

Schon die Vorarbeit gestaltete sich recht schwierig: Es grenzt schon an akribische Pedanterie, die besten Positionen der Sänger und Instrumentalisten herauszufinden, um die vorhandenen akustischen Gegebenheiten auszuschöpfen und klanglich ideal auszuloten. Das Ergebnis war verblüffend, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck auf die Zuhörer, die immer wieder spontanen Szenenapplaus spendeten.

Mit einem freudestrahlenden Gloriagesang im kraftvollen Chorforte vereinten sich alle Chöre zu Beginn bei der Vertonung des 8. Psalms „Herr unser Herrscher“ von Heinrich Schütz, der nach seinem Besuch in Venedig 1609 die Mehrchörigkeit auch im deutschen Raum einführte.

Im Altarraum postierten sich zwei Favoritchöre in unterschiedlichen Stimmlagen im Concertino mit einer im Hintergrund agierenden fünfstimmigen Cappella. So auch beim dreichörigen Gloria von Giovanni Gabrieli, einem typischen Beispiel der Mehrchörigkeit in San Marco. Auch bei den pfingstlichen Taizé-Gesängen, von denen eine eigenartige innere Ruhe und Spiritualität ausging, verteilten sich die Chöre im Kirchenraum.

Eine besondere Wirkung entfaltete auch die 1988 entstandene Klangstudie „Immortal Bach“ für fünf Chöre des norwegischen Komponisten Knut Nystedt in einer Bearbeitung von Roger Bretthauer. Der hier in meditativen Clusterklängen verarbeitete Bachchoral in seinen verschiedenen Tempi war eine immense Herausforderung an die Chöre — wenn auch klanglich etwas gewöhnungsbedürftig.

Rhythmisch betont ging es zu bei der Gospelversion „Nobody like Jesus“ für Dialog-Chöre. Im gewaltig wirkenden Finale stellte Kantor Roger Bretthauer seine Eigenkomposition „Die ganze Welt hast du uns überlassen“ für zwei Vokalchöre, Blechbläser, große Orgel und Rhythmus-Combo vor. Der Gesangbuch-Choral wurde hier in zwei differierenden Melodien vorgestellt: Zunächst kontrastierten die Strophen abwechselnd in gesanglich traditioneller Version und groovender Blues-Rhythmik miteinander, bevor sich beide Formen zum Schluss miteinander vermischten — ein interessanter Versuch einer Crossover-Musik.

Nach einer „Ruhepause“ mit Kirchenquiz und Zeichenwettbewerb sowie einer Taizé-Andacht hatten die Besucher die Möglichkeit, zusammen mit den Chören in gemeinsamem Gesang die Klangwirkungen der Marienkirche nachzuvollziehen.  - LB

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